Lebensmittel einkaufen wird in Spanien immer teurer, auch wenn die Preise weniger schnell steigen als zuvor. Viele Familien stellen fest, dass sie am Ende des Monats weniger übrig haben und passen ihr Kaufverhalten entsprechend an.
Obwohl die Inflation nicht mehr so hoch ist wie in den vergangenen Jahren, liegen die Preise für viele Produkte des täglichen Bedarfs immer noch über denen von 2024. Das bedeutet, dass ein normal gefüllter Einkaufskorb mehr kostet als vor einem Jahr, auch wenn einige Produkte etwas billiger geworden sind.
Einer der größten Preisanstiege ist bei Kaffee zu verzeichnen. Aufgrund von Ernteausfällen, höheren Transportkosten und teureren Produktionskosten ist Kaffee innerhalb eines Jahres um mehr als zwanzig Prozent teurer geworden. Auch Produkte wie Eier, Rindfleisch und Schokolade sind deutlich im Preis gestiegen und kosten teilweise mehr als fünfzehn Prozent zusätzlich.
Nicht alles ist teurer geworden. Olivenöl, das lange Zeit extrem teuer war, ist etwas günstiger geworden. Dennoch wiegt dieser Rückgang den allgemeinen Preisanstieg bei den übrigen Lebensmitteln nicht auf, sodass die Verbraucher unter dem Strich mehr bezahlen.
Aufgrund der höheren Preise achten die Menschen zunehmend auf ihre Ausgaben. Sie vergleichen Preise, nutzen häufiger Sonderangebote und kaufen weniger Produkte auf einmal. Vor allem bei teureren Produkten wird eher die günstigste Alternative gewählt.
Dies zeigt sich deutlich bei Bio-Produkten. Zum ersten Mal seit zehn Jahren geben spanische Haushalte weniger Geld dafür aus. Bio-Produkte kosten im Durchschnitt dreißig bis vierzig Prozent mehr als herkömmliche Produkte, und dieser Preisunterschied ist für viele Familien nicht mehr tragbar.
Ein einfaches Beispiel verdeutlicht dies. Ein Grundwarenkorb mit Brot, Milch, Eiern, Öl, Obst und Gemüse kostet in der normalen Version etwa fünfzehn Euro. Wenn man sich für biologische Produkte entscheidet, steigt dieser Betrag auf über zwanzig Euro. Für viele Menschen ist dieser Unterschied einfach zu groß.
Experten zufolge bleibt Nachhaltigkeit wichtig, aber wenn das Einkommen unter Druck steht, wird der Preis zum entscheidenden Faktor. Immer mehr Familien entscheiden sich daher aus der Not heraus für günstigere Produkte, um jeden Monat über die Runden zu kommen.
Quelle: Agenturen





